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Krankengeld für Selbständige neu geregelt

Aktualisiert (Donnerstag, den 17. Juni 2010 um 16:52 Uhr)

Die Krankengeldregelung für Selbständige wird neu gestaltet.

Die seit 01.01.2009 geltende Regelung wird zum 01.08.2009 wieder aufgehoben. Selbständige können künftig unter Zahlung des allgemeinen GKV-Satzes Anspruch auf das gesetzliche Krankengeld ab der 7. Krankheitswoche erhalten. Eine alternative Absicherung über Wahltarife ist ebenfalls weiterhin möglich.

Seit dem 01.01.2009 hatten freiwillig versicherte Selbständige prinzipiell keinen Anspruch auf Krankengeld (§ 44 SGB V), sondern bezahlten einen reduzierten Beitragssatz von 14.9 % ohne Krankengeldanspruch. Zusätzlich konnte entweder ein Wahltarif bei der Krankenkasse abgeschlossen werden oder eine Absicherung über eine private Krankentagegeldversicherung gewählt werden.

Diese Regelung ist zum 01.08.2009 wieder aufgehoben, da insbesondere für ältere Selbständige die Wahltarife häufig teuer waren und hohe Verwaltungskosten mit sich zogen. Nun wurde festgelegt, dass freiwillig versicherte Selbständige ab dem 01.08.2009 das gesetzliche Krankengeld ab der 7. Krankheitswoche versichern können. Sie zahlen dafür den allgemeinen Beitragssatz der GKV (seit Juli 2009 14,9 %). Daneben kann das Krankengeld aber auch weiterhin über Wahltarife abgesichert werden, um z. B. einen früheren Krankengeldbezug oder eine höhere Leistung zu erhalten. Beitragsdifferenzen etwa nach dem Alter sind für diese Wahltarife nicht mehr zulässig. Für beide Varianten gilt eine gesetzliche Mindestbindungsfrist an die Krankenversicherung von 3 Jahren.

Rückwirkend wird folgendes greifen: Die bisherigen Krankengeldwahltarife enden kraft Gesetzes zum 31.07.2009. Versicherte, die an diesem Tag noch Krankengeldleistungen beziehen, erhalten sie auch weiterhin, entweder bis zum Ende der Arbeitsunfähigkeit oder bis zur Ausschöpfung der maximalen Bezugsdauer.

Um einen nahtlosen Übergang zu gewährleisten, können sich freiwillig versicherte Selbständige bis zum 30.09.2009 für einen neuen Wahltarif oder die neue Möglichkeit der Absicherung über das gesetzliche Krankengeld entscheiden. Die Wahl gilt rückwirkend zum 01.08.2009. Die Krankenkassen können in ihren Satzungen auch längere rückwirkende Entscheidungsfristen festlegen, falls sie nicht rechtzeitig neue Wahltarife anbieten können. Für die Versicherten, die zum 31.07.2009 noch Krankengeldleistungen beziehen, gilt eine längere Übergangsfrist. Sie können innerhalb von 8 Wochen nach dem Ende der Arbeitsunfähigkeit für eine neue Absicherungsform entscheiden.