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Demenz - Leben mit dem Vergessen - Große Telefonaktion am 21.02.2013

Aktualisiert (Freitag, den 22. April 2016 um 09:09 Uhr)


Stück für Stück schwindet der Bezug zur Realität, Gegenwart und Vergangenheit verschwimmen, Wirklichkeit und Traum sind nicht mehr zu unterscheiden. Wer mit der Diagnose „Demenz" konfrontiert wird, der weiß, dass er von einer fortschreitenden Krankheit betroffen ist, die bisher nicht heilbar ist. Mit dieser Gewissheit leben hierzulande rund 1,4 Millionen Menschen, jedes Jahr erkranken etwa 300.000 Menschen neu.

Das Leben der Erkrankten und der Menschen in ihrem Umfeld wird völlig auf den Kopf gestellt. Viele bringt diese Herausforderung an ihre Grenzen, denn die Auswirkungen einer Demenz sind ebenso vielfältig und komplex wie die Fragen der Betroffenen. Die Experten am Lesertelefon geben daher umfassend Auskunft – von der Pflegeversicherung bis zur Rente, von der Diagnose bis zur Behandlung, vom Umgang mit Demenzkranken bis zu praktischen Tipps für den Alltag.

Wenn die Persönlichkeit verschwindet

Eine Demenzerkrankung kann verschiedene Ursachen haben. In rund 70 Prozent aller Fälle tritt sie als Alzheimer-Demenz auf, Folge eines fortschreitenden Verlusts von Nervenzellen im Gehirn. Die zweithäufigste Form ist die vaskuläre Demenz, verursacht durch gefäßbedingte Schädigungen des Gehirns, etwa durch einen Schlaganfall. Gemeinsam ist allen Formen der Demenz das nachlassende Erinnerungsvermögen. Während zunächst das Kurzzeitgedächtnis betroffen ist, verblasst später auch die Erinnerung an früh Gelerntes oder Erlebtes. Zusätzlich schwinden auch emotionale und soziale Fähigkeiten. In der Folge kann sich die Persönlichkeit des Erkrankten verändern: Teilnahmslosigkeit, Niedergeschlagenheit, Unruhe oder Wut können auftreten - für Betroffene wie Angehörige eine schwer zu ertragende Belastung. Heilen lässt sich eine solche Demenz nicht, wohl aber in ihrem Fortschreiten beeinflussen. Dabei gilt: Je früher die Diagnose gestellt werden kann, desto besser sind die Erfolgsaussichten von medikamentöser Behandlung und Förderung etwa durch Musik, Bewegung, Geselligkeit.

Herausforderung Alltag

Mit dem Fortschreiten der Erkrankung wird es zunehmend schwer, den Alltag zu meistern. Vergesslichkeit und Desorientierung führen dazu, dass Demenzkranke sich und andere in Gefahr bringen können. Dennoch sollten die Betroffenen so lange wie möglich ihren täglichen Aufgaben und Routinen nachgehen. Eine entscheidende Rolle kommt dabei den Angehörigen zu, die überwiegend die häusliche Betreuung und Pflege der Erkrankten übernehmen. Mit einer angemessenen Art der Kommunikation, kleinen Veränderungen und praktischen Maßnahmen lassen sich Voraussetzungen für einen würdevollen Alltag mit Demenz schaffen. Trotz immer besser werdender therapeutischer Möglichkeiten: Früher oder später sind die meisten Demenzkranken auf umfangreiche Betreuung und Pflege angewiesen. Für pflegende Angehörige – zwei von drei Demenzkranken werden zu Hause gepflegt – wird die Pflege nicht selten zum Vollzeit-Job, der ihnen alles abverlangt. Unterstützung und Entlastung können sie bei lokalen Beratungsstellen, ambulanten Diensten, Tagespflegeeinrichtungen und ehrenamtliche Helferinnen und Helfern bekommen.

Neue Regelungen für Pflegeleistungen bei Demenz

Seit dem 1. Januar 2013 ist das „Pflege-Neuausrichtungs-Gesetz" in Kraft, das Neuerungen für die Betroffenen mit sich bringt: Wer an Demenz erkrankt ist, erhält zukünftig über die gesetzliche Pflegeversicherung bessere Leistungen, auch ohne Pflegestufe. Unter anderem besteht ein Anspruch auf 120 Euro Pflegegeld im Monat oder auf 225 Euro Pflegesachleistungen, wobei beides auch kombiniert werden kann. Zudem werden versorgende Angehörige entlastet und die Einstufung in Pflegestufen soll reibungsloser ablaufen. Allerdings profitieren Pflegebedürftige und Pflegende nicht automatisch von den neuen Leistungen. Ob und auf welche Leistungen ein Anspruch besteht, erfahren Betroffene bei den Pflegekassen.

Leser fragen – Experten antworten

Wann können Erinnerungslücken Anzeichen einer Demenz sein? Welche Symptome gibt es noch? Welche Therapieangebote existieren? Mit welchen Veränderungen muss ich als Lebenspartner eines Demenzkranken rechnen? Wie können sich Angehörige vorbereiten, die die häusliche Pflege übernehmen? Was ist in Bezug auf Erwerbsunfähigkeit und Rente zu beachten? Welche Leistungen kann ich aus der Pflegeversicherung erwarten? Was, wenn ich als Angehöriger mit der Situation überfordert bin? Alle Fragen rund um das Thema Demenz beantworten die Experten am Lesertelefon – vertraulich, kompetent und kostenlos.

Frau Rechtsanwältin Schönhof wird an dieser Telefonaktion als Rechtsexpertin teilnehmen und Ihnen für Ihre Fragen gerne zur Verfügung stehen.

 

Donnerstag, 21. Februar 2013
14:00 – 18:00 Uhr
Kostenfreie Rufnummer:
0800 - 5 33 22 11 + Durchwahl

Experten:

0800 - 5 33 22 11 1
Priv.-Doz. Dr. Juraj Kukolja,
Oberarzt an der Klinik und Poliklinik für Neurologie, Uniklinik Köln


0800 - 5 33 22 11 2
Dr. Özgür Onur,
Facharzt für Neurologie an der Klinik und Poliklinik für Neurologie, Uniklinik Köln


0800 - 5 33 22 11 3
Bärbel Schönhof,
Rechtsanwältin und Fachanwältin für Sozialrecht, Bochum


0800 - 5 33 22 11 4
Heike Nordmann,
Referentin Pflegemarkt, Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen


0800 - 5 33 22 11 5
Swen Staack,
Projektleiter beim Kompetenzzentrum Demenz Schleswig-Holstein


0800 - 5 33 22 11 6
Saskia Weiss,
Sozialpädagogin, Deutsche Alzheimer Gesellschaft, Berlin

 

Quelle: http://www.lesertelefon.com/themen/demenz-%E2%80%93-leben-mit-dem-vergessen